Abwrackprämie neigt sich dem Ende zu

Aug 20th, 2009 | By st | Category: Auto & Verkehr

Auf den letzten Metern beginnt deutschlandweit ein Run auf die Abwrackprämie- fürchten doch Autokäufer, wegen nunmehr fast täglich drohender Ausschöpfung des Budgets leer auszugehen. Da es keine Stichtagsregelung gibt, kann es durchaus passieren, dass unter den letzten Kaufwilligen einige den Zuschuss von 2500 € nicht mehr erhalten, selbst wenn sie sich noch kurz vor dem Gang zum Händler über den Stand der Fördermittel informiert haben.

Auf der Webseite des BAFA läuft derzeit der Countdown und zeigt die sekündlich aktuelle Anzahl der noch zu bewilligenden Anträge an. Am 18. August waren es noch etwa 180.100, so dass bei gleichbleibender Inanspruchnahme von 40- 50.000 Prämien pro Woche Mitte September mit dem Ende zu rechnen ist. Wer noch in den Genuss kommen möchte, sollte daher bis spätestens Anfang September handeln. Alle, sie sich später entschließen, müssen in ihre Kalkulation auch den Fall einbeziehen, dass der Zuschuss ihnen nicht mehr bewilligt wird.

Die Bilanz dieser einmaligen Aktion zur Unterstützung der Automobilindustrie, die nicht verlängert und in vergleichbarer Weise sicher nie wiederholt werden wird, lässt sich anhand der Zahlen der Neuwagenverkäufe und Anschaffungen von Jahreswagen bereits jetzt ziehen:
Im Ergebnis werden 1,2 Mio. Neuwagen und 800.000 junge Gebrauchtwagen von unter einem Jahr mit der Abwrackprämie unterstützt worden sein.

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Von der Abwrackprämie profitieren vor allem die Kleinwagen.

Davon konnte der deutsche Automobilhandel in den ersten 5 Monaten schon mit einem Umsatzzuwachs von 4,7 % im Vergleich zum Vorjahr profitieren. Speziell die Einkommensschichten, die sich sonst mit Blick auf das schmale Portemonnaie für gebrauchte Fahrzeuge entscheiden, stiegen vermehrt auf Neuwagen um, blieben dann jedoch in der unteren Preisklasse der kleineren Fabrikate. Daher konnten die Kleinwagenhändler die deutlichsten Gewinne verbuchen. Dagegen machte sich die Prämie bei der Anschaffung von PKW der Luxusklasse und von Firmenwagen weniger bemerkbar. Die deutschen Automobilhersteller haben hingegen trotz der Konjunkturspritze mit einem Umsatzrückgang von fast 30 % zu kämpfen, der vor allem aus der schwierigen Exportsituation resultiert.

Als große Verlierer gingen schließlich die KFZ-Werkstätten aus der Aktion hervor: dass viele noch fahrtüchtige Autos der Schrottpresse zugeführt wurden, die sonst noch mehrfach repariert worden wären, macht sich in erheblichen Umsatzeinbußen vor allem bei den kleinen freien Werkstätten bemerkbar.

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